EU-Taxonomie-Verordnung: Neue Informationspflichten für die nichtfinanzielle Berichterstattung

Was ist die Taxonomie-Verordnung?
Im Juni 2020 wurde die Taxonomie-Verordnung (EU-Verordnung 2020/852), die auf dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung von nachhaltigem Wachstum basiert, beschlossen. Die Taxonomie-Verordnung stellt ein einheitliches Klassifizierungssystem dar, das Investitionen in umweltfreundliches Wirtschaften fördern soll indem wirtschaftliche Aktivitäten nach Nachhaltigkeitskriterien beurteilt werden. Durch diese einheitliche Klassifizierung soll vor allem Transparenz über den Nachhaltigkeitsgrad von Unternehmen und Finanzprodukten geschaffen werden. Auf diese Art soll es AnlegerInnen ermöglicht werden, gezielt in ökologisch nachhaltige Technologien und Unternehmen zu investieren, um so das Ziel der klimaneutralen EU bis 2050 zu erreichen.

Die Voraussetzung für die Klassifizierung einer Wirtschaftstätigkeit als umweltfreundlich und ökologisch nachhaltig ist, dass diese einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung einer der folgenden Umweltziele leistet:

  • Klimaschutz
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
  • Übergang zu einer Circular Economy
  • Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
  • Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme

Außerdem müssen folgende Kriterien erfüllt werden:

  • Keine erhebliche Beeinträchtigung eines Umweltziels,
  • Einhaltung internationaler sozialer und arbeitsrechtlicher Standards 
  • Einhaltung der technischen Standards, die von der Kommission festgelegt werden

Während die technischen Bewertungskriterien für die ersten beiden Umweltziele (Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel) bereits bis Ende 2020 festgelegt werden, sollen die Kriterien für die restlichen vier Umweltziele spätestens bis Ende 2021 beschlossen werden.

Was bedeutet die Taxonomie-Verordnung für Unternehmen?
Die Taxonomie hat direkte Auswirkungen auf Banken, Kreditinstitute, Asset Manager und andere Finanzteilnehmer, welche die neue Informationspflicht über ökologisch nachhaltige Investitionen befolgen müssen. Außerdem ergeben sich neue Informations- und Berichtspflichten für die Unternehmen, die verpflichtet sind, nichtfinanzielle Angaben nach der  CSR-Richtlinie (EU-Richtlinie 2014/95/EU) zu veröffentlichen. Diese Unternehmen sollen zukünftig in ihren nichtfinanziellen Berichten zusätzliche Angaben über den Umfang ihrer als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten, bereitstellen. Weiters sollen diese Unternehmen über den Anteil ihrer Investitions- und Betriebsausgaben, die als ökologisch nachhaltig einzustufen sind, informieren.

Wie unterstützt VieSto Unternehmen in Hinblick auf die Taxonomie-Verordnung?
Um den Anforderung der Taxonomie-Verordnung gerecht zu werden, unterstützt VieSto Unternehmen dabei, zu identifizieren welche der Umweltziele das Potential haben, die eigenen Ziele und Projekte des Unternehmens zu fördern. Außerdem berät VieSto Unternehmen, wie diese bestmöglich mit Nachhaltigkeitsrisiken umgehen können. Um die Einhaltung von internationalen, sozialen und arbeitsrechtlichen Standards zu garantieren, unterstützt VieSto Unternehmen bei der Implementierung von Due-Diligence Prozessen.

Zusammenfassend, unterstützt VieSto Unternehmen im Hinblick auf die Taxonomie-Verordnung unter anderem durch:

  • Identifikation von Umweltzielen, die die Ziele und Projekte des Unternehmens fördern
  • Beratung zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken
  • Implementierung von Due-Diligence Prozessen