GRI Standards – Eine neue Version

Was ist die Global Reporting Initiative?

Die Global Reporting Initiative (GRI) wurde 1997 in Boston als Reaktion auf die Exxon Valdez Ölkatastrophe gegründet und stellt heute einen der wichtigsten Bausteine der globalen Nachhaltigkeitsberichterstattung dar. Durch die Bereitstellung einer gemeinsamen globalen Sprache unterstützt die Global Reporting Initiative Organisationen und Unternehmen dabei, Verantwortung für ihre Handlungen und  Auswirkungen zu übernehmen.

 

Was sind die GRI Standards?

GRI startete in 2000 zuerst mit GRI Guidelines (G1), welche bis 2013 stetig erneuert und aktualisiert wurden (G4). In 2016 schaffte GRI den Sprung von der Bereitstellung von Leitlinien bis hin zu der Erstellung der ersten globalen Standards der Nachhaltigkeitsberichterstattung – die Entstehung der GRI-Standards. Die GRI Standards sind im Kern als modulares Set entworfen, welche Organisationen assistieren ihren Einfluss auf Umwelt, Wirtschaft und Menschen zu berichten und dadurch zusätzliche Transparenz zu schaffen. Die GRI Standards können nach ihrer Revision grob in drei Kategorien eingeteilt werden:

  • Die erneuerten Universal Standards
  • Die neuen Sektor Standards
  • Die adaptierten thematischen Standards

Die erneuerten universellen Standards wurden dahingehend reformiert, dass es anstatt der früheren Unterscheidung zwischen Kern- und umfassenden Optionen jetzt nur noch eine Möglichkeit gibt, nach den GRI-Standards zu berichten. Früher bezog sich die Kernoption auf einen Bericht, der die Mindestinformationen enthalten sollte, die zum Verständnis des Wesens der Organisation, der damit verbundenen Auswirkungen und der wesentlichen Themen erforderlich sind. Die umfassende Option wurde als Erweiterung der Kernoption angesehen, da sie zusätzliche Angaben zur Unternehmensführung, Ethik und Integrität sowie zur Strategie der Organisation verlangt.

 

Was sind die Updated Universal Standards?

Die regelmäßige Überarbeitung der Standards, ermöglicht die Erhöhung der Konsistenz, Qualität sowie der Vollständigkeit der Berichterstattung von Organisationen. Die im Oktober 2021 eingeführte Version, welche am ersten Januar 2023 in Kraft treten wird, bezieht die Berichterstattung über Menschenrechte, sowie die ökologische Sorgfaltspflicht im Einklang mit den zwischenstaatlichen Erwartungen mit ein. Die Zusammenarbeit des GRI mit den Vereinten Nationen, sowie der OECD ist entscheidendes Motiv der erneuerten universal Standards.

 

Quelle: globalreporting.org